Wie wir mit einer Live Online-Trainings-Reihe unserer Community mit wertvollen Organisationsentwicklungs-Kompetenzen danken.

Mit Organisationsentwicklung aus der Krise

Wie Organisationsentwicklung uns nach Corona helfen kann – im Interview mit Manuela Dollinger

Wieso brauchen wir Organisationsentwicklung (kurz: OE) aktuell dringender denn je? Und welche Methoden funktionieren besonders gut? Manuela Dollinger hat Competence on Top vor 17 Jahren gegründet. Seitdem ist sie als Geschäftsführerin, Trainerin und in der Kursentwicklung tätig. Als Hauptverantwortliche für den Bereich Organisationsentwicklung (Premium– als auch Kompakt-Ausbildung) weiß sie, wie man innovative Lösungen und Geschäftsmodelle erarbeitet. Bei unserer aktuellen Online-Trainings-Reihe „Neu Durchstarten“ war sie ebenfalls federführend. Wir haben sie gefragt, wie genau es zu diesem Projekt kam und haben dabei jede Menge interessanter Hintergrundinformationen für euch gesammelt.

 

Liebe Manuela, du bist bei Competence on Top Hauptverantwortliche für den Bereich Organisations- und Geschäftsmodell-Entwicklung. Wie kommt es, dass du gerade für diese Ausbildungen zuständig bist?

Na ja, als ehemalige BWLerin und mit 20 Jahren Erfahrung in der Organisationsentwicklung ist das irgendwie nahe liegend, dass der Ast zu mir gefallen ist. Das liegt aber auch daran, dass ich sehr überzeugt davon bin, dass man ohne diese OE-Methodenkenntnis heute weder ein Team noch ein Unternehmen führen kann. Eigentlich sollten alle Führungskräfte ihre Organisationsentwicklungs-Kompetenz aufbauen, denn je unsicherer die Welt wird, desto wichtiger werden Methoden, die uns in Krisen zu strategisch sinnvollen Handlungsoptionen führen. Krisen sind nachweislich nicht nur zerstörend, sie sind auch gigantische Treiber des Wandels bzw. der Innovation – mit den richtigen Methoden können wir sogar gestärkt aus einer Krise gehen. Und genau diese Methoden stellen wir jetzt dem Markt kostenfrei zur Verfügung.

 

Du hast es bereits angesprochen: du hast im Coronajahr bei Competence on Top die gratis Online-Trainingsreihe „Neu Durchstarten“ initiiert. Wie kam es dazu?

Ich war im Lockdown tief beeindruckt vom Aufstieg des Wertes Solidarität in unserer Gesellschaft. Wir blieben alle daheim – ließen uns unsere Grundrechte nehmen – aus Solidarität. In den Medien wurden Erfolgsgeschichten plötzlich neu definiert: die Berichterstattung handelte nicht mehr über Reich und Schön, sondern über die Helden der Krise und das waren Menschen, die mit vollem Einsatz ihre Solidarität lebten. Da gab es einen Schauspieler, der kostenlos jeden Abend für die Kinder Betthupferl-Geschichten auf YouTube erzählte oder einen Sicherheitsdienst, der keine Arbeit hatte und für besonders gefährdete Menschen einen Einkaufsservice kostenfrei anbot. Da wollten wir auch dabei sein und unseren Beitrag zur Solidarität leisten, indem wir kostenfreie Seminarplätze mit Methoden aus dem Change Management und der Organisations- und Geschäftsmodell-Entwicklung verschenken bzw. verlosen.

 

Kannst du ein bisschen mehr über diese Seminare erzählen?

Es sind Methoden für Führungskräfte und Selbständige, die zu einem erfolgreichen Krisenmanagement beitragen. Krisen führen Menschen oft in eine Schockstarre und nehmen ihnen gefühlt ihre Handlungsfähigkeit. Das muss aber gar nicht sein. Denn es gibt in der Organisationsentwicklung jede Menge Methoden, die wir im Team nutzen können und uns schnell wieder in eine lösungsorientierte Denk-Spur bringen. Ich bin jetzt seit 30 Jahren selbständig und in der Zeit habe ich so einige Krisen kommen und zum Glück auch wieder gehen sehen. Was mir selbst als Führungskraft und Unternehmerin in Krisen immer geholfen hat, waren tatsächlich Methoden aus der Welt der Organisationsentwicklung. Und diese möchte ich gern mit unserer Community teilen.

 

Für wen wurde die Trainingsreihe konzipiert?

Ich habe die Module ja mit Kolleg*innen gemeinsam entwickelt. Unsere Zielgruppe sind selbständige und angestellte Trainer*innen und Coaches, Führungskräfte und Menschen, die im HR-Bereich tätig sind. Wir starteten mit einer Methode aus dem Design Thinking, mit der Empathy Map. Mit dieser Methode sammelten wir die aktuellen Anforderungen im Lockdown an unsere Zielgruppen sowie ihre Sehnsüchte und ihren Leidensdruck.

 

Zu welchen Ergebnissen seid ihr gekommen?

Wir fanden heraus, dass sie alle im Homeoffice sitzen und mit dieser neuen Situation mehr oder weniger gut klar kommen. Unsere Zielgruppen hatten fast alle Sorgen um ihre wirtschaftliche Sicherheit und natürlich wie alle anderen auch die Angst, sich anzustecken. Sie wünschten sich einfache, gute Rezepte für den Umgang mit der Krise und träumten vom kollegialen Austausch – sowohl firmen- als auch branchenübergreifend. Austausch und Vernetzung waren gefragt im Lockdown und darüber hinaus. Diese Bedürfnisse wollten wir mit unserer Online-Trainingsreihe „Neu Durchstarten“ aufgreifen. Gemeinsam sollen neue Ideen aus der Krise entstehen. Wir liefern dazu die Methoden und die Teilnehmenden finden zu neuen sinnvollen strategischen Optionen.

 

Um welche Methoden handelt es sich denn dabei?

In dem Programm trainieren wir Methoden der Organisationsentwicklung und des Change Managements, die sich in beide Richtungen gut eignen – einerseits für Wachstum und Zukunftsfähigkeit ihren Beitrag leisten und andererseits auch für ein hervorragendes Krisenmanagement. Alle Methoden sind teamtauglich und innovationsfördernd. Hier finden wir Methoden wie Design Thinking oder Effectuation, aber die Klassiker wie Canvas oder die PESTE-Formel.

 

Nun ist Competence on Top ja ein bekanntes Netzwerk für Präsenztrainer*innen. Die Reihe „Neu Durchstarten“ besteht aber rein aus Online-Trainings. Müssen die Trainings dadurch anders gestaltet werden?

Es ist online bei uns überhaupt nichts anders, wir haben wie immer kleine Lerngruppen, unsere Trainingsmodule sind wie immer lebendig, humorvoll und interaktiv, ermöglichen ganz viel Praxis und den wertvollen kollegialen Austausch. Egal ob wir online trainieren oder in Präsenz, wir wollen definitiv nachhaltige Lernerfolge. Und dafür werfen wir auch alles in die Waagschale, was wir an inhaltlicher Expertise und didaktischem Know-How haben – Präsenz und Online!

 

Du hast vorhin gesagt, dass du der Competence on Top-Community helfen möchtest, gut durch die aktuelle Krise zu kommen. Hat es einen Grund, dass die Online-Trainings in Kleingruppen stattfinden? Denkbar wäre ja auch ein Webinar, an dem 200 Leute teilnehmen können.

Weil wir nicht glauben, dass ein Webinar-Vortrag mit 200 Personen nachhaltig Kompetenz aufbauen kann. Ein gut gemachtes Webinar kann natürlich auch für einen Erkenntnisgewinn der Zuhörenden sorgen. Aber ohne praktische Anwendungen und den kollegialen Austausch mit den anderen Teilnehmenden ist der Webinar-Besucher später in der Umsetzung verloren. Wir wollen ja nicht an der Oberfläche eines Themas kratzen, wir wollen den Teilnehmenden an unserem Programm einen werthaltigen Lernprozess ermöglichen.

 

Welche Kompetenzen können diejenigen, die einen Kursplatz gewonnen haben, für sich mitnehmen?

Es sind insgesamt 120 Minuten Online-Training. Das Methodentraining dauert 90 Minuten, aber wir haben einen 15 minütigen Check-in, in welchem wir die Teilnehmenden auf die technischen Anforderungen vorbereiten und einen 15-minütigen Check-out, während dem die Teilnehmenden noch ihre individuellen Fragen stellen und sich dann vernetzen können. Denn Kooperation ist in Krisenzeiten eine echt gute Überlebensstrategie. Was du auf jeden Fall mitnehmen kannst, ist eine Methode, die sich im Krisenmanagement bewährt hat. Du weißt danach, wann du sie einsetzt und wie du sie erfolgreich anwendest.

 

Eine Frage zum Abschluss: was hat dir bei der Ausarbeitung der Online-Reihe am meisten Spaß gemacht?

Der Online-Austausch mit den Kolleg*innen. Im Lockdown hatten wir ja Zeit zum Entwickeln, da keine Trainings stattfinden durften. Ich würde sagen, was uns im Lockdown gerettet hat, war Zoom, die Methoden aus der Organisations- und Geschäftsmodell-Entwicklung, die wir auf uns selbst angewendet haben und der intensive kollegiale Austausch – oft bis tief in die Nacht. Rückblickend war das eine sehr produktive Zeit, in der wir die Digitalisierung zum ersten Mal so richtig ins Herz geschlossen haben.

 

Danke für den umfassenden Blick hinter die Kulissen von Competence on Top!

Wir hoffen, dass wir dir damit einen kleinen Einblick in den Bereich Organisations- und Geschäftsmodell-Entwicklung geben konnten. Wenn du zukünftig auch gleich informiert werden möchtest, wenn wir Gewinnspiele veranstalten oder wenn es Neuigkeiten gibt, abonniere einfach hier unseren Newsletter. So bist du garantiert immer auf dem Laufenden.

 

Manuela Dollinger, Geschäftsführerin Competence on Top, Verantwortliche im Bereich Organisationsentwicklung, mit grünem Puzzleteil

 

 

 

 

 

 

Ein Interview von Sylvia Dollinger aus dem Team Marketing. Manuela Dollinger ist Geschäftsführerin von Competence on Top und im Team Ausbildungsprogramm verantwortlich für die Premium-Ausbildung Organisationsentwicklung.

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